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Produktionsdreieck und Rezeptionsdreieck sind nur über die "Brücken" O und O'' miteinander verbunden. Alle Aussagemodi sind somit ebenfalls nur über diese Brücken intendierbar.

Der Künstler als Produzent  hat eine Absicht, die er einem Rezipienten vermitteln will. 

Seine Absicht hat eine Relation zur Realität und deren Eigengesetzlichkeit (O), die er allerdings nur über seine eigene Subjektivität und damit über die ihm zur Verfügung stehenden Erkenntnismöglichkeiten als Mensch wahrnehmen kann. (O')

Er hat verschiedene Möglichkeiten seine Absicht in eine Sprache, (O'') zu formulieren. Wir wissen, dass Sprachen In ihrer Eigenschaft als Medien grundsätzlich an die Eigengesetzlichkeiten ihrer jeweiligen materiellen Träger gekoppelt sind. Der Künstler als Sender handhabt die Sprachformen gemäß seiner Sozialisation, seiner Bildung, seines kulturellen, sozialen, historischen und topologischen Umfeldes (Kontextes). Damit ist seine Sprachhandlung wiederum bedingt durch seine Subjektivität (O') und durch die Eigengesetzlichkeit derjenigen Sprachform, für die er sich entschieden hat.

Diese Grundtatsachen treffen in der gleichen Weise auf den Empfänger zu (schon deswegen, da ja im nächsten Moment dieser zum Sender werden könnte).

Allerdings ist der Zugang zu O ebenso wie der Zugang zu O'' bei Sender und Empfänger grundsätzlich über die unterschiedlichen O' verschieden, auch wenn selbstverständlich diese Unterschiedenheit in unterschiedlicher Weise oder Quantität/Qualität zu Tage treten kann.

Es liegt somit völlig im Belieben des Rezipienten, wie er mit den Ausgesagten umgehen wird. Er wird sich nur dann auf den Aussagemodus einlassen, wenn er selbst daran in irgendeiner Weise beteiligt ist. Es sei den er wird dazu gezwungen. Beteiligt ist der Rezipient in jedem Fall bezüglich des O''' und O''''. Er setzt sich dem Medium aus und ist sowieso im kulturellen Kontext "beheimatet". O''''' und O''' ''' kann der Künstler/Sender nicht erzwingen, es sei denn mit List und Tücke (Gewalt). List, bzw. Gewalt heißt dann: Über existentielle Beeinflussung den Rezipienten in dessen Interessenlage so zu beeinflussen, dass er "genötigt" ist, sich dem Aussagemodus des Produzenten anzupassen.

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